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Luxemburger Kommune-Kämpfer

Wieviele Landsleute in diesen Strassenkämpfen fielen, konnte nie mit Sicherheit ermittelt werden. Lucas Worré fiel beim Panthéon (wo Millière erschossen wurde), zwei andere an der Barrikade im Faubourg St. Antoine, Streff an der Place Pigalle. Ein anderer, der sich mit seinem Freunde Lissagaray am letzten Tage der blutigen Maiwoche in der Mairie des 11. Arrondissements befand, nachdem Delescluze an der Barrikade an der Place du Château d'Eau und dem Boulevard du Prince Eugène (Voltaire) gefallen, war, konnte sich mit demselben bei Freunden verstecken und dann glücklich nach London flüchten.

Nach erfolgter Niederwerfung der Commune wurden die Ueberlebenden nach Versailles und dem Lager von Satory geschleppt, dann nach den Pontons in Brest gebracht. Unter diesen befanden sich auch Luxemburger; unsere Regierung gelang es nach langwierigen Verhandlungen, einige aus diesen Pontons zu befreien, so u. a. Emil Engler, Seiwert, Schmit, alle drei aus der Stadt Luxemburg. Grossartig gestaltete sich der Empfang derjenigen, die aus Neu-Caledonien zurückkehrten. Auch Luxemburgerinnen, die mit Communekämpfern verheiratet waren, fanden sich am Bahnhof mit ihren Kindern ein, um die heimkehrenden Gatten und Väter ihrer Kinder ans Herz zu drücken.

(Fran�ois Martin: Meine Reisen und Erlebnisse in Frankreich, Belgien, Deutschland, der Schweiz, England, den Vereinigten Staaten von Nordamerika und der Insel Cuba, Unveröffentliches Manuskript, Luxemburg 1919)